In Zeiten von Dauerbeschallung und Content-Flut liefert der aktuelle Creative Impact Report 2025 von Shutterstock klare Botschaften:
Mehr Werbedruck bedeutet nicht mehr Wirkung. Und KI kann viel – aber keine Seele ersetzen.
Für Radiomacherinnen und Radiomacher im DACH-Raum ist der Report ein Weckruf:
Die Zukunft gehört Sendern, die mit Emotion, Haltung und klarem Fokus senden – nicht mit Lautstärke.
1. Emotion schlägt Lautstärke
Die Daten zeigen: Emotionale Inhalte erzeugen bis zu 25 % mehr Wirkung als neutrale Botschaften.
Positive Gefühle wie Stolz, Freude und Zugehörigkeit schaffen Vertrauen, während Angst oder Wut zwar Klicks bringen, aber langfristig schaden.
→ Radio hat hier einen natürlichen Vorteil: Es arbeitet mit Stimme, Nähe und Gefühl – genau das, was Marken derzeit verzweifelt suchen.
2. Content Fatigue: Wenn Zuhörerinnen und Zuhörer abschalten
Laut Studie fühlen sich 64 % der Menschen von Content überfordert.
Das bedeutet: Radiosender müssen nicht mehr, sondern besser erzählen.
Kurze, prägnante Formate mit einem emotionalen Kern sind wirkungsvoller als fünf Promoblocks pro Stunde.
3. KI: Werkzeug, kein Kollege
KI wird laut Bericht zum „kreativen Partner“ – 58 % der Kreativen nutzen sie zur Ideenfindung.
Doch Shutterstock warnt: „KI darf nicht entmenschlichen.“
→ Für Radio gilt: Automatisierte Tools wie Voice-Synthese oder Text-KI sind wertvoll – wenn sie die Redaktion entlasten, nicht ersetzen.
4. Relevanz schlägt Reichweite
Cultural Intelligence – also das Verständnis für gesellschaftliche Strömungen – entscheidet darüber, ob ein Beitrag inspiriert oder Empörung auslöst.
→ Für Radiosender heißt das: Themen mit Feingefühl wählen, Zielgruppen ernst nehmen, lokale Kultur reflektieren.
5. Storytelling bleibt die stärkste Währung
Ob Nike, Dove oder lokale Radiobeiträge – echte Geschichten mit Haltung bauen Vertrauen auf.
Für Radiosender bedeutet das: Weniger Claims, mehr Charakter.
Authentische Reportagen und persönliche Momente sind die neue „Creative Currency“ im Audio.
Fazit
Der Creative Impact Report 2025 bestätigt, was gute Radiomacherinnen und Radiomacher schon lange wissen:
Erfolg hängt nicht von Budget oder Sendezeit ab – sondern von Gefühl, Relevanz und Klarheit.
KI kann helfen, Inhalte effizient zu erstellen.
Aber die Magie des Radios entsteht dort, wo Stimme und Mensch aufeinandertreffen.
Und das bleibt – selbst 2025 – unersetzbar.





